Anwältin mit Herz für unsere Heimat
Dafür stehe ich: Zuhören und Kümmern
Der Motor stottert: Wirtschaft ankurbeln
Migration begrenzen, Sicherheit stärken
Gesundheit und Pflege für alle sichern
Landwirtschaft stärken, Heimat lieben

Brüssel erfreut Franken doch noch - Umstrittene Elemente der EU-Weinmarktreform sind vom Tisch

Auszug aus Mainpost, 20. Dezember 2007

Gute Nachrichten aus Brüssel für die fränkischen Winzer: Der Bocksbeutel bleibt als Marke geschützt. Gestern Nachmittag hat die EU-Kommission klein beigegeben: Von ihrer umstrittenen Weinmarktreform ist nicht viel übrig geblieben.

Am ärgsten hat die fränkischen Winzer der Plan umgetrieben, den Schutz des Bocksbeutels aufzugeben; jeder europäische Weinbauer hätte seine Tropfen in die Frankenflasche füllen dürfen.

[...]

In Brüssel hat die Schweinfurter Europa-Parlamentarierin Anja Weisgerber (CSU) für den Bocksbeutelschutz gekämpft. Zufrieden sei sie jetzt, lässt sie wissen, und berichtet von einer Protokollerklärung der Kommission: Demnach wolle die EU nun die Einmaligkeit der Flasche schützen, „bis ein gleichwertiger Schutz gewährleistet ist“. Weisgeber zufolge werde ein „Markenrechtsschutz angepeilt“; sie fände das gut, „weil dann die politische Ebene weg ist“, und weil die fränkischen Winzer bei Verstößen „Auskunfts-, Vernichtungs- und Schadensersatzansprüche“ hätten.

Andere Kommissionsideen sind ebenfalls vom Tisch. So wird sich an der Etikettierung nichts ändern. Auch künftig dürfen die Franken, wie gehabt, Region, Lage und Rebsorte auf der Flasche anzeigen, und die Bezeichnungen bleiben geschützt: Nur bei einem Wein vom Würzburger Stein beispielsweise darf auch „Würzburger Stein“ auf dem Etikett stehen.

[...]

Die Abgeordnete Weisgerber hält die EU-Beschlüsse für einen Sieg des Europäischen Parlaments, das eine „ganz entscheidende Rolle“ im Sinne der Winzer gespielt habe. ganze Aufregung, wenn sich für die deutschen Winzer praktisch nichts ändert,

Aus München meldet sich der neue bayerische Europaminister, Markus Söder mit einen „durchweg positiven Fazit“. Er glaubt, diese Einigung sei nun „das letzte Wort“. Sie biete „verlässliche Zukunftsperspektiven für den fränkischen Weinbau“.