MainPost, 20. November 2012
Die Europäische Union will ab 2015 die Anbaubegrenzung für neue Weinberge aufheben und bis maximal 2018 den nationalen Regierungen eigene Regelungen einräumen. Weil Weinbau danach auf jeder beliebigen Fläche möglich wäre, fürchten die fränkischen Winzer um die Existenz der Steillagen und damit den Erhalt der Kulturlandschaft.
In Würzburg diskutierte jetzt darüber die Arbeitsgemeinschaft Europa mit dem Leiter der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in München, Henning Arp. „Wir wollen den traditionellen Weinbau in Steillagen schützen. Zugleich streben wir an, dass der Weinbau expandieren und Marktchancen nutzen kann“, sagte Arp.
Die EU-Abgeordnete Anja Weisgerber äußerte erneut ihre Überzeugung, dass Pflanzrechte auch nach 2018 nicht ersatzlos abgeschafft werden könnten und dass nach innovativen Wegen gesucht werden müsse, um die traditionellen Steillagen zu erhalten. Weißgerber sieht einen ersten Erfolg ihrer Bemühungen, indem die EU-Kommission nun eine „High-Level-Group“ eingerichtet habe, die bis zum Ende des Jahres Empfehlungen zur Zukunft der Pflanzrechte vorlegen soll.
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