Die Kitzinger, 11. April 2009
WÜRZBURG: Wie der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), Hubertus Räde, ausführte, gehört Bayerns Wirtschaft zu den Gewinnern des europäischen Binnenmarktes. Damit das so bliebe, sollten die Bürger bei der Wahl zum Europäischen Parlament am 7. Juni möglichst viele bayerische Abgeordnete nach Brüssel schicken.
Räde bezifferte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der 27 EU-Mitgliedstaaten mit ihren 490 Millionen Einwohnern mit 12,3 Billionen Euro (2007). Damit läge das BIP um 20 Prozent über dem der USA und sei fast viermal so hoch wie das BIP Japans. Von dieser Wirtschaftskraft profitiere auch der Arbeitsmarkt in Bayern. So seien zwischen 2000 und 2008 mehr als 150 000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im Freistaat entstanden.
Bayern gehöre eindeutig zu den Gewinnern dieses großen Binnenmarktes, sagte Räde. Zwei Drittel der bayerischen Exporte gingen in die EU. Insgesamt trage Bayern mit einem BIP von 434 Milliarden Euro zur Wirtschaftsleistung der EU bei. Damit liege man in der Wirtschaftskraft zwischen den Niederlanden und Belgien. Nicht zuletzt die EU-Osterweiterung habe Bayern über den Handel mit der Tschechischen Republik weitere Vorteile verschafft. Insgesamt lieferte die bayerische Wirtschaft 2007 Waren im Wert von 96 Milliarden Euro in EU-Staaten.
Räde leitete aus dem wirtschaftlichen Erfolg Bayerns eine besondere politische Verantwortlichkeit für Europa ab. Die vbw wünsche sich möglichst viele bayerische Abgeordnete im Europäischen Parlament, damit Bayern die EU-Regelungen aktiv mitgestalten könne.