Bayernkurier, 08.06.2013
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Das Bankkonto ist ein Schlüssel zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben – ob bei der Bezahlung von Telefon- oder Stromrechnung oder beim Einkauf im Internet. Doch rund 58 Millionen Verbraucher in der EU verfügen über keinerlei Bankkonto. Die Europäische Kommission hat darum einen Vorschlag präsentiert, der jedem europäischen Bürger das Recht auf Zugang zu einem Girokonto gibt: Die Mitgliedstaaten sollen dafür Sorge tragen, dass mindestens eine Bank im Land ein Konto mit grundlegenden Funktionen, wie etwa Überweisungen, Lastschriften oder Onlinezahlungen, anbietet. Die finanzielle Situation des Verbrauchers darf dabei keine Rolle spielen. „Auch in Deutschland gibt es Menschen, die unfreiwillig kein Konto besitzen und darum nur schwer einen Arbeits- oder Mietvertrag abschließen können“, erinnert die Sprecherin für Verbraucherschutz der CSU-Europagruppe, Anja Weisgerber, und begrüßt darum die Initiative der EU-Kommission.
Auch für Bankkunden, die schon über ein Konto verfügen, soll es Verbesserungen geben: Die Banken sollen Gebühreninformationen in Form einer Liste zur Verfügung stellen. Außerdem soll der Wechsel von einer Bank zu einer anderen erleichtert werden. Weisgerber: „Das kurbelt den Wettbewerb um Kundenfreundlichkeit bei den Banken an.“
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