Bayernkurier, 12. September 2009
Aus der Europagrupppe
„Ein Rahmenabkommen zur Regulierung von Bonuszahlungen für Manager ist noch in diesem Jahr nötig“, fordert der Vorsitzende der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Markus Ferber (Bild). Die Erklärung der Finanzminister der 20 wichtigsten Industriestaaten über die Begrenzung von Bonuszahlungen sei dazu ein „notwendiger erster Schritt“. Jetzt müssten die Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfeltreffen in Pittsburgh Ende September eine für alle Teilnehmer verbindliche Einigung treffen, die noch in diesem Jahr umgesetzt werden könne. „Bonuszahlungen für Manager müssten sich wieder am langfristigen Erfolg eines Unternehmens messen“, betont der schwäbische Europapolitiker. Dafür müssen sie über mehrere Jahre gestreckt werden und sich nicht lediglich an den Quartalszahlen eines Unternehmens orientieren. Ferber: „Zu Bonuszahlungen gehören selbstverständlich auch Malusregeln bei Misserfolg.“ Es sei nicht einzusehen, dass momentan Banken, die wegen offensichtlicher Misswirtschaft durch Staatsbeteiligungen gerettet werden, schon wieder Boni verteilen. Ferber zeigte sich besorgt über Bedenken der USA und Grossbritanniens: „Unregulierte und exzessive Bonuszahlungen waren eine Ursache für die Finanz- und Wirtschaftskrise.“ In dieser Frage müssten deshalb alle an einem Strang ziehen. „Niemand darf sich vor seiner Verantwortung drücken.“