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Apropos Gleichberechtigung

PrimaSonntag, 30. März 2011

Wie halten Sie es mit der Emanzipation? Zugegeben, diese Gretchenfrage mag albern klingen, schließlich sind Frauen und Männer heutzutage auf den ersten Blick so gut wie gleichgestellt. So sind die letzten Männerbastionen inzwischen gefallen: Frauen dürfen zur Bundeswehr und das mächtigste Amt im Staat, dasjenige des Bundeskanzlers, hat erstmals eine Frau inne, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Aber haben Sie auch einmal genauer hingeschaut? Europaweit verdienen Frauen durchschnittlich noch immer 17,5 % weniger als Männer in gleichen Positionen. Das soll sich ändern und deshalb setzt sich jetzt die EU für die Lohngleichheit ein. Die EU-Kommission hat einen europaweiten Equal Pay Day, den Tag der Lohngleichheit,  nach nationalen Vorbildern ausgerufen. In Deutschland fand dieser Tag heuer am 25. März statt. Dadurch soll die Existenz des geschlechtsspezifischen Lohngefälles in das Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. Dieser Tag soll das Ende des Zeitraums markieren, den Frauen von Jahresbeginn an länger arbeiten müssten, um das gleiche Jahresgehalt wie Männer zu verdienen. Hatten Männer ihr volles Jahresgehalt für 2010 am 31. Dezember verdient, hätten Frauen in Europa aufgrund des Lohngefälles theoretisch bis zum 5. März 2011 arbeiten müssen, um das gleiche Gehalt zu erreichen. Deshalb fand der Equal Pay Day erstmalig auch am 5. März statt und soll nun jährlich wiederkehren. Das Wachrütteln der Öffentlichkeit zu diesem Thema ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lohngleichheit. Die EU hat diesen Weg erfolgreich eingeschlagen.