Auszüge aus Mainpost, 7. März 2009
Anja Weisgerber setzte sich für die Ramsthaler Landwirtin Petra Schaub ein
RAMSTHAL (as) Am Tag ihrer Hochzeit, am 19. Dezember 2008, rief Europaabgeordnete Anja Weisgerber frühmorgens bei Petra Schaub an und überbrachte ihr die frohe Botschaft: "Ich habe gehört, dass die Neubewertung ihres Falles positiv ausfällt." Der Landwirtin fiel ein Stein vom Herzen, der finanzielle Ruin des Betriebs war abgewendet.
Das offizielle Ergebnis vom Landwirtschaftsministerium hält sie seit 14 Tagen in Händen. Es bestätigt, dass der Mischbau mit Senf nur auf Teilstücken betrieben wurde. Bei den restlichen Feldern handelte es sich um das Unkraut Hederich, das zurzeit der Kontrolle blühte. Die gelben Blütentrauben von Senf und Hederich sehen einander sehr ähnlich. Dadurch ist der Vorwurf entkräftet, dass Schaub einen Verstoß gegen die 30- Prozent- Klausel begangen hat (wir berichteten). [...]
"Ich bin überglücklich", strahlte Schaub und dankte Anja Weisgerber, die sich für die Bäuerin eingesetzt hat. "Ich verstehe mich als das Gesicht Europas vor Ort, als Anwältin für die Bürger in Brüssel", sagte Weisgerber während eines Pressegesprächs auf dem Aussiedlerhof. Sie habe ihr Wort gehalten und eine Nachbewertung des Prüfergebnisses in die Wege geleitet. "Die EU- Regelungen sehen einen Spielraum vor, der dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit Rechnung trägt", recherchierte Weisgerber. "Und dafür bin ich als Parlamentarierin da, ihn für die Bürger zu nutzen." Weisgerber begab sich noch auf einen Rundgang durch den Schweinestall von Petra Schaub.