Mainpost, 21.5.2013
Politik und Wein in Zeilitzheim: Ins Weingut Mößlein lud der CSU-Ortsverband Zeilitzheim alle Weinliebhaber und Politik-Interessierten ein. Besonders im Fokus stand natürlich die Weinpolitik.
Kaum vorstellbar, dass bei uns das Etikett einer Weinflasche ihren Inhalt nur noch mit dem blanken Wort „Franken“ beschreibt. Doch diese Gefahr drohte laut Anja Weisgerber. Bei der Veranstaltung „Politik und Wein in Zeilitzheim“ berichtete die CSU-Europaabgeordnete und Bundestagskandidatin von ihrem Engagement für den Frankenwein in Brüssel. (...)
Obwohl auf Europa gesehen Franken ein eher kleines Anbaugebiet darstelle, konnten Weisgerbers Forderungen bei der Weinmarktreform durchgesetzt werden. „Qualität setzt sich immer durch“, lautete ihr Fazit. Energisch wurde sie, als sie über den „südeuropäischen Billigwein“ referierte. „Dem Billigweinmarkt in Südeuropa muss mit allen Mitteln entgegengewirkt werden“, sagte sie im Hinblick auf die dortigen Standards.
Denn beispielsweise in Spanien oder Frankreich stehe auf der Flasche nur „Bordeaux“ oder „Chianti“. Wäre es nach den Vertretern dieser Staaten im Europaparlament gegangen, so dürften fränkische Winzer weder die Einzellage, noch die Rebsorte mehr auf die Etiketten drucken. „Die einzigartige Vielfalt des Frankenweins wäre verloren gegangen“, so die Europaabgeordnete. Nach heftigen Diskussionen habe sie mit ihren Mitstreitern in Brüssel jedoch das traditionelle Bezeichnungsrecht erfolgreich verteidigen können, sagte sie.
Auch der gesetzliche Schutz des Bocksbeutels bleibe erhalten.
Gute Neuigkeiten brachte sie zudem frisch aus Brüssel mit: Seit Anfang April ist die Marke „Fränkischer Spargel“ nun europaweit geschützt. „Es genügt also nicht mehr, dass Spargel aus anderen Regionen nach Franken gebracht und bei uns nur weiterverarbeitet wird. „Wo Franken drauf steht, muss auch Franken drin sein“, verkündete sie nicht ohne Stolz.
In Bezug auf bayerische und bundesdeutsche Themen sagte sie, dass in der Region die Menschen allen Grund hätten stolz zu sein, da sie in einer der erfolgreichsten Regionen ganz Europas lebten. Hinsichtlich der Finanzpolitik laute das Motto „Chancen statt Schulden“.
Einsatz für Franken auch in Berlin
Als „heimatverbundene Fränkin“ outete sich Anja Weisgerber zum Abschluss ihrer Rede und versprach, sich in Berlin mit dem gleichen Engagement für die fränkische Kultur einzusetzen wie schon in Brüssel.(...)
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