www.inundumsw.de, 02. März 2012
In der beliebten Sendung „Jetzt red i Europa“ im Bayerischen Fernsehen beantworteten die aus Schwebheim stammende CSU-Europaabgeordnete Dr. Anja Weisgerber, der Bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil und Prof. Wolfgang Gerke, Präsident des Bayerischen Finanzzentrums live vor Ort die Fragen von Bürgern aus Lohr am Main. Themen der Sendung waren unter anderem die Griechenlandkrise, die Zukunft des fränkischen Weinbaus sowie energiepolitische Fragen, wie die Gasknappheit während der Kältewelle und Stromspekulationen.
Seit zweieinhalb Jahren beschäftigt die Staatsschuldenkrise in Griechenland und einigen anderen europäischen Ländern Politik und Bevölkerung. Rund um die Verabschiedung des zweiten Griechenland-Hilfspakets drängt sich immer mehr die Frage auf, was es für die Steuerzahler bedeuten würde, wenn Griechenland nicht mehr auf die Beine kommen würde. „Die Folgen einer Pleite Griechenlands wären unvorhersehbar. Daher ist das beschlossene Rettungspaket der richtige Weg. Ein Weg der nicht ohne Risiko ist, dennoch überwiegen die Chancen, die im Programm stecken“, so Anja Weisgerber. „Griechenland muss nun seinen Teil dazu beitragen und Reformen und Sparprogramme zügig umsetzen. Die Europäische Union unterstützt das Land dabei: Durch unabhängige Experten und Investitionshilfen durch eine Erhöhung des europäischen Anteils bei den Strukturfonds.“
Die fränkische Weinkönigin Sabine Ziegler stellte eine Frage zur Zukunft des fränkischen Weinbaus. Dabei liegt ihr besonders der Erhalt der Pflanzrechte am Herzen. „Wir haben bei der Verlängerung der Pflanzrechte bereits ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Agrarkommissar Ciolo? hat auf den Druck der EU-Abgeordneten und der Mitgliedstaaten eine Expertengruppe einberufen, die über die Notwendigkeit einer erneuten Verlängerung des Anbaustopps diskutieren und eine Empfehlung an die Kommission aussprechen wird. Das zeigt, dass der Kommissar für weitere Diskussionen offen ist“, so Weisgerber weiter. Beim Kampf um den Erhalt des Bocksbeutels konnte Weisgerber vor einigen Jahren bereits einen großen Erfolg für den fränkischen Weinbau erzielen.
Daneben standen auch energiepolitische Themen auf der Tagesordnung. Ein Fragesteller interessierte sich für die Situation auf dem Gasmarkt während der Kältewelle Anfang Februar. „Die Europäische Union ist auf Versorgungsengpässe vorbereitet, wir haben ausreichend große unterirdische Gasspeicher gebaut – allein in Deutschland können wir 21 Milliarden Kubikmeter Gas zwischenlagern – uns eng mit unseren europäischen Partner abgestimmt und unsere Bezugsquellen für Gas ausgeweitet, um einseitige Abhängigkeiten zu vermeiden“, so die EU-Abgeordnete. Daneben wurde das Thema Stromspekulationen aufgegriffen. „Die Versorgungssicherheit in Deutschland ist ein wertvolles Gut, wir müssen verhindern, dass einige wenige Stromhändler mit unseren Stromreserven riskante Deals tätigen und auf Kosten der Allgemeinheit einen Stromausfall riskieren. Sollten sich die Vorwürfe gegen einige Händler bestätigen, müssen die entsprechenden Konsequenzen gezogen werden“, so Weisgerber.