Schweinfurter Anzeiger, 9. Mai 2010
Vor dem Hintergrund der neuen Regelungen zur Lebensmittelkennzeichnung besuchte die Europaabgeordnete Dr. Anja Weisgerber den REWE-Lebensmittelmarkt der Familie Götzelmann in Schwebheim. Die Politikerin versuchte im Gespräch mit den Inhabern, führenden Mitarbeitern der REWE-Handelsgruppe sowie regionalen Zulieferern sowohl der Handelskette als auch der Firma Götzelmann den schwierigen Balanceakt zwischen hohem Verbraucherschutz und überbordender Bürokratie zu finden. Die vieldiskutierte Ampelregelung sei vom Tisch, denn mit dieser Kennzeichnung würden regionale Produkte deutlich benachteiligt. Ein Thema seien die häufig irreführenden Bilder auf den Verpackungen und die nach Ansicht der EU-Politiker und Verbraucherschutzverbände unzureichenden Inhaltsabgaben. Die Vertreter des Handels machten Weisgerber auf die bereits sehr gut laufende Zusammenarbeit mit Lieferanten aus der Region aufmerksam, womit die deutliche Verbesserung der angebotenen Qualität bereits erreicht worden sei, betonten aber auch die Schwierigkeiten und Kosten, die mit zu weitreichenden Vorschriften zu bewältigen seien. Angesprochen wurde auch die Verantwortung der Verbraucher, die durch ihr Einkaufsverhalten bestimmten, was in den Regalen liege.