Überzeugungen
POLITIK
Wer als Politiker erfolgreich sein will, darf Politik nicht als einen Job wie jeden anderen ansehen. Politik muss mehr sein als das. Mir ist es eine Herzensangelegenheit, die Zukunft mit zu gestalten. Die Zukunft Europas, aber auch die Zukunft Unterfrankens. Ich sehe mich als Dienstleisterin und Anwältin meiner Heimat in Brüssel, wo ich für die Bürger meiner Region kämpfe – getreu nach dem Motto: „Vom Bürger, für den Bürger" und „Nah am Menschen“.
Als Politiker bekommt man Verantwortung übertragen. Das müssen wir bei allen unseren Handlungen bedenken. Es gilt, die Verantwortung auszufüllen und sich für die Bürger mit all seiner Kraft einzusetzen.
Als Politiker nimmt man auch eine Vorbildfunktion ein. Es liegt an uns, Werte zu vermitteln und Maßstäbe zu setzen. Werte und Maßstäbe, an denen wir uns bei unserer Arbeit messen lassen müssen und für die wir uns vor dem Bürgern verantworten müssen. Gerade dabei sind mir meine christlichen Wurzeln und die damit verbundenen Werte eine wichtige Basis.
FRAUEN
Noch immer sind Frauen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft deutlich unterrepräsentiert. Doch die Gesellschaft kann es sich heute einfach nicht mehr leisten, auf die Expertise, die Kompetenz und die Erfahrungen von Frauen zu verzichten. Ohne Frauen ist kein Staat zu machen!
Daher müssen Frauen zum einen gezielt gefördert werden. Zum anderen muss die Politik aber auch die Rahmenbedingungen schaffen, die es Frauen ermöglichen in der Führungsetage zu arbeiten. Dafür kämpfe ich mit all meiner Kraft!
Mentoring-Programme in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft schaffen den Rahmen, um junge, motivierte Frauen gezielt und nach dem Motto „Mentoring-Coaching-Networking“ zu fördern. An solchen Maßnahmen muss man auch in Zukunft festhalten. Weitere politische Konzepte müssen die Förderung von Chancengleichheit und partnerschaftlicher Führung, die Bekämpfung von der immer noch vorherrschenden geschlechterspezifischen Lohnungleichheit sowie bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum Ziel haben.
Nicht nur in der Berufswelt, auch in der Politik muss es unser Ziel sein, den Frauenanteil bei den Mandatsträgern und in den Parteiämtern zu erhöhen. Die Zukunftsfähigkeit der CSU wird nach meiner festen Überzeugung davon abhängen, ob es uns gelingt, mehr Frauen in die Politik zu bekommen. Dafür muss sich die gesamte CSU einsetzen. Das fordere ich als Bezirkvorsitzende der Frauen-Union Unterfranken immer wieder ein.
FAMILIE
Kinder bereichern das Heute und verbinden uns mit der Zukunft. Kinder reichen über uns hinaus. Kinder geben unserem Leben Sinn. Als noch junge Politikerin setzte ich mich dafür ein, für Eltern die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass die Realisierung des Kinderwunsches möglich wird, obgleich mir bewusst ist, dass die Politik nicht alle Steine aus dem Weg räumen kann. Es muss dennoch unser Ziel sein, den Eltern möglichst viele Freiräume zu belassen.
Damit Familien das Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten können, müssen sie Wahlfreiheit haben. Je mehr Gestaltungsmöglichkeiten Familien offenstehen, desto leichter können die jeweiligen Interessen mit dem Kinderwunsch vereinbart werden. Eltern dürfen den Kinderwunsch nicht als „Entweder-Oder“ Entscheidung ansehen müssen.
Ein Schlüssel für die bestmögliche Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbstätigkeit ist ein qualitativ hochwertiges und bedarfsgerechtes Angebot an Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern. Kindertageseinrichtungen müssen sich als familienergänzende Einrichtungen verstehen, die Eltern partnerschaftlich in ihrer Erziehungsaufgabe unterstützen. Wir müssen die Frauen, die sich dafür entscheiden, sich ganz der Kindererziehung zu widmen ebenso fördern wie diejenigen, die neben der Erziehung ihrer Kinder auch ihrem Beruf nachgehen wollen. Dafür setze ich mich ein.
CHRISTLICHE WURZELN
Als Christdemokratin spielen meine christlichen Wurzeln bei der täglichen Arbeit eine große Rolle. Ich sehe es als meine Aufgabe an, Europapolitik und europäische Gesetzesvorschläge auf deren Vereinbarkeit mit unseren Werten zu prüfen. Zum Beispiel, der Einsatz für das Verbot von geklontem Fleisch und fortwährende Kampf für das ungeborene Leben oder gegen jede Art von Patenten auf Leben. Die christlichen Werte sind auch das Fundament der Europäischen Union. Auf diese christlichen Wurzeln weist zum Beispiel auch das Parlamentsgebäude in Straßburg hin: Es ist aus dem gleichen Sandstein errichtet, aus dem auch die Kathedrale von Straßburg gebaut wurde. Die Türkei besitzt diese christlichen Wurzeln nicht. Das ist für mich ein bedeutender Grund dafür, dass ich mich von Anfang an gegen einen Türkeibetritt zur EU ausgesprochen habe.
Auch werde ich weiterhin für den arbeitsfreien Sonntag kämpfen. Der arbeitsfreie Sonntag ist Teil des europäischen Kulturerbes und vor allem für Familien mit Kindern sehr wichtig. Kinder und Eltern brauchen einen Tag, an dem sie Aktivitäten planen und gemeinsam Zeit verbringen können. Aber auch Alleinstehende werden davon profitieren, wenn sie sich sonntags ausruhen oder ihren Interessen nachgehen können.
PATRIOTISMUS
Auch nach über 60 Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fällt es uns hierzulande immer noch schwer uns als Deutsche, als Nation zu sehen. Anders als in den USA, Frankreich oder Spanien hört man hierzulande kaum Sätze wie „Ich bin stolz, Deutscher zu sein.“ Dass in den letzten Jahren, besonders durch sportliche Erfolge, eine verstärkte Verbundenheit mit Deutschland sichtbar wird, finde ich eine sehr positive Entwicklung.
Denn ich bin der Meinung, dass wir allen Grund dazu, stolz auf Deutschland zu sein. Ich bin stolz auf unser Land; stolz auf unsere Traditionen, kulturellen und historische Werte, dem Land der Dichter und Denker und auf die Leistungen unseres Landes – die wirtschaftlichen und auch die sportlichen. Unsere Wirtschaft zeigt sich – auch in Zeiten der Krise – leistungsfähig, unser politisches System basiert auf demokratischen Grundwerten und der Verteidigung der Grund- und Menschenrechte. Auch auf die gelungene Wiedervereinigung unseres Landes sowie den Beitrag, den Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten zur europäischen Einigung geleistet hat, bin ich stolz. Genauso freue ich mich über die Erfolge unserer Fußballnationalmannschaft. Tun Sie, liebe Leser, das nicht auch?
Mit meiner Heimat verbindet mich sehr viel. Für mich ist es sehr wichtig, zu wissen, wo meine Wurzeln sind. Diese liegen in Unterfranken und Bayern. Meine starke Heimatverbundenheit fließt auch in meine Politik in Europa mit. Ich stehe für ein starkes, christlich geprägtes Europa, indem die Vielfalt seiner Mitgliedstaaten gewährt wird. Heimat und Tradition stiftet den Menschen Identität.
Doch möchte ich klarstellen, dass ich Patriotin, aber keine Nationalistin bin. Ich bin stolz auf mein Land, ohne anderen Nationen die Gleichwertigkeit abzusprechen. Ich liebe meine Heimat, bin jedoch auch gegenüber anderen Ländern und Regionen offen und akzeptiere Andersdenkende.
Heimat und Nation stiften den Menschen Identität. Wenn ich an Bayern denke, denke ich an Heimat und ich denke auch an unsere Kultur, Tradition, Landschaft, Religiosität und Freunde. Als Politikerin setze ich mich dafür ein, dieses Bewusstsein zu stärken und aufrechtzuerhalten.
UMWELT-, NATUR- UND ARTENSCHUTZ
Wir alle tragen die Verantwortung für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen. Das europaweite Leitbild der Nachhaltigkeit sichert auch den nachfolgenden Generationen eine gesunde und lebenswerte Natur zum nutzen, leben und schützen. Verschmutzungen der Luft und des Wassers machen nicht an den nationalen Grenzen halt. Lebensräume von Zugvögeln erstrecken sich über viele Länder. Das sind nur zwei Beispiel dafür, dass ein wirksamer Umwelt- und Artenschutz nur europaweit funktionieren kann. Der Schutz unserer Umwelt, der Natur und der Arten und Lebensräume ist deshalb eine wichtige Aufgabe der europäischen Politik, die wir verantwortungsvoll und effektiv wahrnehmen.
KLIMASCHUTZ
Der Klimawandel ist eine der größten globalen Herauforderungen und kann nur international gelöst werden. Klimaschutzpolitik mit Augenmaß verringert die Treibhausgasemissionen, schafft Anreize für den Bau energieeffizienter PKWs, Gebäude und Industrieanlagen und stellt die Weichen in Richtung einer kohlenstoffarmen Gesellschaft. Nur gemeinsam mit unseren Partnern aus den anderen europäischen Staaten können wir auf internationaler Bühne unser politisches Gewicht in die Waagschale werfen, um die Aufgaben, die uns der Klimawandel stellt, zu bewältigen und die Chancen, die er uns eröffnet, zu nutzen. Mit dem Klima-Pakte von 2008 hat sich in die Europäische Union erstmals in ihrer Geschichte auf verbindliche Klimaziele, die drei „2020-Ziele“, geeinigt. Bis 2020 werden die Mitgliedstaaten der EU deshalb ihren Anteil an erneuerbaren Energien auf 20 Prozent steigern, die Energieeffizienz um 20 Prozent erhöhen und die Treibhausgasemissionen, die CO2-Emissionen um 20 Prozent reduzieren. Damit ist die EU Vorreiter im Klimaschutz. Ziel muss es jetzt sein, auch international durchzusetzen, dass das Kyoto-Protokoll fortgeführt wird und sich noch mehr Staaten, vor allem die USA, China und auch die Schwellenländer sich auf verbindliche Klimaziele festlegen.
VERBRAUCHERSCHUTZ
Je mehr der grenzüberschreitende EU-Binnenmarkt von den Bürgerinnen und Bürgern aktiv genutzt wird, je mehr Waren im Ausland erworben werden, desto mehr müssen effektive Verbraucherschutzregelungen und Sicherheitsstandards auch europaweit gelten. Ziel muss ein europaweit hohes Verbraucherschutzniveau sein. Einheitliche Regeln und Standards helfen dem mündigen Verbraucher, seine Rechte zu kennen und auch durchzusetzen, ganz gleich in welchem Land er sich befindet. Einheitlichere Rechte und Pflichten helfen auch den kleineren und mittleren Unternehmen, ihren Markt über ihr Heimatland hinaus zu erweitern und stellen einheitlichere Wettbewerbsbedingungen für unsere Unternehmen her. Deshalb ist die europäische Verbraucherschutzpolitik wichtig für die Verbraucher und die Unternehmen.















