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Wasserstofffahrzeuge
Die Verbreitung von Fahrzeugen mit Wasserstoffantrieb auf den Straßen der Europäischen Union soll gefördert werden. Nahezu einstimmig hat das Europäische Parlament im September 2008 unter Federführung der Parlaments-Berichterstatterin Anja Weisgerber den Weg frei gemacht für entsprechende Rahmenbedingungen. Durch die nunmehr EU-weit einheitlichen Bedingungen für die Zulassung von Wasserstofffahrzeugen wird die Entwicklung dieser Fahrzeuge bis hin zur Serienreife entscheidend gefördert. Diese umweltfreundliche Antriebsart kann somit in Zukunft einen Beitrag leisten, damit die Europäische Union ihre Klimaschutzziele im Verkehrsbereich erreicht und in dieser wichtigen Zukunftstechnologie führend bleibt.
Wasserstoffbetriebene Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb sind ebenso wie Elektrofahrzeuge mit einem Elektromotor ausgerüstet. Grundsätzlich befürworte ich derzeit die Erforschung aller alternativen, umweltfreundlichen Antriebsarten, anstatt einer zu frühzeitigen Festlegung auf eine Antriebsart.
Wasserstofffahrzeuge erzeugen den Strom aber im Fahrzeug selbst aus Wasserstoff mittels einer Brennstoffzelle, die als Endprodukt nur Wasserdampf abgibt. Ein prominentes Beispiel ist der Hydrogen 7er aus dem Hause BMW.
Infrastruktur
Europaweit einheitliche Zulassungsvoraussetzungen sind eine Grundbedingung für die kommerzielle Verbreitung von Wasserstofffahrzeugen. Allerdings muss zusätzlich auch eine entsprechende Wasserstofftankstellen-Infrastruktur aufgebaut werden, damit Wasserstofffahrzeuge in größerer Anzahl auf den europäischen Straßen rollen können. Hier wird die Europäische Kommission im Rahmen ihrer Strategie für saubere und energieeffiziente Fahrzeuge die erforderlichen Finanzmittel zur Verfügung stellen, um den europaweiten Aufbau einer Infrastruktur zu fördern.
Kommerzialisierung
Der Automobilhersteller Mazda verleast seit März 2006 Wasserstofffahrzeuge (Modell RX 8). BMW hat mit dem Hydrogen 7 einen wasserstoffbetriebenen Pkw in Testbetrieb genommen. Das Fahrzeug basiert auf der 7er-Reihe und kann als eines der ersten Wasserstofffahrzeuge weltweit komplett mit Wasserstoff betrieben werden. Zusätzlich zum Wasserstoffantrieb besitzen die 100 Testwagen einen Benzintank, der das Fahrzeug alltagstauglicher machen soll.
Hintergrund
Allerdings ist zu beachten, dass Wasserstoff wie Strom ein Energieträger und keine Energiequelle ist. Daher ist der klimapolitische Nutzen des Einsatzes von Wasserstoff davon abhängig, aus welcher Quelle der Wasserstoff (z. B. erneuerbaren Energien) gewonnen wird. Meiner Ansicht nach sprechen die Vorteile des Wasserstoffs aber eindeutig für eine europaweite einheitliche Zulassung von Wasserstoffautos. Gerade im Transportbereich müssen wir nach alternativen Kraftstoffen suchen.
Die Idee einer Wasserstoffwirtschaft, mit einem vollständig schadstofffreien Kreislauf, bei dem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien gewonnen wird und letztlich zu Wasser verdampft, ist faszinierend. Mit der Verabschiedung von einheitlichen europaweiten Standards für Wasserstoff-Pkw ist sichergestellt, dass der Marktzugang solcher Fahrzeuge nicht durch unterschiedliche nationale Marktzugangsregelungen behindert wird. Zudem wird durch die anspruchvollen Anforderungen an die Sicherheit aller wasserstoffführenden Bauteile gewährleistet, dass europaweit ein hoher Sicherheitsstandard für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge gilt.
Die Verordnung (EG) 79/2009 über die Typzulassung von wasserstoffbetriebenen Kraftfahrzeuge








